Rückblick KW 46/2020 – über Schwellenländer-ETF, RCEP und die ewige Frage

Wie einige von euch mitbekommen haben, wurde letzte Woche die Finanzblogroll-Datenbank gelöscht. In einer SQL Datenbank stecken unter anderem alle Beiträge und Kommentare einer Webseite. Mein Hosting-Anbieter (die Typen, die meine Webseite technisch verwalten) kann mir nicht weiterhelfen. Ich konnte nur ein Backup aus dem Jahr 2017 wiederherstellen  RCEP

To cut a long story short (klingt cool, oder?!): Da ohnehin alle Daten gelöscht sind, ergibt sich jetzt auch die Chance auf neue Formate. Dazu gehört auch der neue Finanzblogroll Wochenrückblick. In ähnlicher Form gab es diesen bereits vor dem “Datenbank-Lockdown”. Ab sofort verweise ich aber auch auf Beiträge von Blogs, die  im Finanzblogroll gelistet sind. Vorher waren es nur Beiträge von Blogs außerhalb der Finanzblogroll-Universums.

Der Finanzblogroll Wochenrückblick erscheint immer montags und bezieht sich auf die vorherige Kalenderwoche.

Alles klar? Dann Feuer frei!

Folgende Artikel sind mir in der letzten Woche in der deutschsprachigen Finanzblogszene aufgefallen.

Brutto ist nicht gleich Netto. Bis auf Boris Becker haben das wohl alle verstanden. Ein Vermögen von einer Million Euro aufzubauen, klingt für die meisten Deutschen unerreichbar. Dabei wird allerdings die Inflationsrate, also die Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen, sowie die daraus (hoffentlich) resultierende Steigerung der Einkommen, oft vernachlässigt. Es ist anzunehmen, dass wir in 30 Jahren deutlich mehr Millionäre haben werden als heute. Was man sich damit kaufen kann, steht auf einem anderen Blatt. Hilfreich für den eigenen Spar- und Investitionsprozess ist es auch, sich ein Bild davon zu machen, wie hoch die Summe des eigenen Bruttoeinkommens über die Jahre ist. Hier kommt oft ein großer Haufen zusammen. Und einige dürfen feststellen >>> Laut Bruttogehalt werde ich Millionär, Du auch?

Der Nachhaltigkeits-Trend bei der Geldanlage hält an. Immer mehr Privatinvestoren interessieren sich für ökologische, ethisch und sozial verantwortliche Unternehmensmodelle. Wer nachhaltig anlegen möchte, sollte sich allerdings mit den entsprechenden Produkten vertraut machen. Vor allem, wenn der Wunsch nach ESG-freundlichen Aktien mit dem Schwellenländer-Ansatz verbunden werden soll. Der Finanzwesir hat gebuddelt und viel recherchiert. Nach einem generellen Überblick zu MSCI World vs. Emerging Markets, taucht er in die Tiefen von SRI und ESG ab. Sein Fazit: Nachhaltigkeits-ETFs können bei der Rendite durchaus mithalten, werfen bei der Zusammensetzung allerdings einige Fragen auf, die für den “Normalo-Anleger” schwer nachzuvollziehen sind. >>> Leserfrage: Schwellenländer, wie kann ich ethisch anlegen?

Gelegenheit macht Diebe, lautet ein bekanntes Sprichwort. Und Corona bietet Banden und Gangs lukrative, neue Gelegenheiten. Bereits vor Corona konnte man beobachten, dass Verbrecherorganisationen in “ihren” Vierteln bestimmte Aufgaben von der öffentlichen Verwaltung übernehmen. Dazu zählen der klassische Schutz vor (anderen) Kriminellen oder Finanzgeschäfte. Vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern, führte die Corona-Pandemie viele Regionalverwaltungen an ihre Grenzen. Diese Lücken haben die dortigen Banden erkannt und spontan ihr Geschäftsmodell erweitert. So beliefern einige Banden die Bevölkerung mit Lebensmitteln oder wichtigen Medikamenten und bauen dadurch ihre Macht gefährlich aus >>> Die Mafia – Dein Freund und Helfer

Das größte Freihandelsabkommen der Welt bindet Länder mit einer Wirtschaftskraft von fast 26 Billionen Dollar. Etwa 30 Prozent der Menschen weltweit und ein fast gleichgroßer Anteil des Welthandels profitieren künftig von niedrigeren Handelsbarrieren unter der Regionalen Umfassenden Wirtschaftspartnerschaft (RCEP). Damit ist die RCEP gewichtiger als die Europäische Union oder das Handelsabkommen zwischen Amerika, Kanada und Mexiko. Ein großer Schritt nach vorn für China und Japan. Ein weitere Schritt zurück für die “westliche Welt”? >>> Ein Weckruf für Washington und Brüssel RCEP

Einige Menschen, stellen sich im Laufe ihres Lebens die Frage, “ob” sie ihr Geld anlegen sollten. Damit einher geht die Frage nach dem “Warum?”, die im nächsten Schritt ins “Wie?” und “Wo?” führt. Viele können die erste Frage erfolgreich beantworten, scheitern aber bei der Auswahl der richtigen Anlageprodukte. Die Frage nach dem Warum ergibt sich hingegen vor allem aus der Frage nach den eigenen Wünschen und Zielen. Diese sind immer individuell – und gerade deshalb so wichtig. Ein bisschen Reflexion und Philosophie kann dabei helfen >>> Die ewige Frage

Weihnachten steht vor der Tür. Wie wir alle wissen, wird das Fest diesmal anders ausfallen als in den Vorjahren. Auch wenn es offiziell keine Kontaktbeschränkungen geben sollte so werden viele Familien in kleinerem Rahmen feiern und auf einige Verwandtenbesuche verzichten. Viele Ehemänner und -Frauen müssen also auf den Besuch der Schwiegermutter verzichten. Tragisch. Aber das Fest der Liebe ist auch ein Fest des Geldes. Und von Amazon. Der Durchschnittsdeutsche gibt satte 475 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Alexander weiß Rat >>> Wie du Weihnachten ohne große Ausgaben meisterst, mit Glühwein RCEP

Kennst du schon das neue Finanzblogroll Magazin?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.